Lina Goldbach

Mietpreisbremse: Verlängerung verfassungsgemäß

Die Mietpreisbremse begrenzt seit 2015 die Miethöhe bei Mietbeginn in Gebieten mit angespanntem Wohnungsmarkt. Nach § 556d BGB darf die Anfangsmiete dort die ortsübliche Vergleichsmiete höchstens um 10% übersteigen. Ursprünglich konnten die Landesregierungen solche Gebiete nur für maximal fünf Jahre per Rechtsverordnung festlegen. Durch Gesetz vom 19.03.2020 wurde diese Ermächtigung verlängert: Seit dem 01.04.2020 können […]

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Mitbestimmung bei Matrix-Strukturen

Mit Beschluss vom 23. September 2025 konkretisierte das Bundesarbeitsgericht (1 ABR 25/24), unter welchen Voraussetzungen der Einsatz konzernfremd angestellter Führungskräfte in Matrixstrukturen als „Einstellung“ im Sinne des § 99 BetrVG gilt und damit der Mitbestimmung des Betriebsrats unterliegt. Dem Verfahren lag ein Streit zwischen einem deutschen Unternehmen und seinem Betriebsrat zugrunde. Das Unternehmen setzte mehrere Führungskräfte ein,

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Höhere Vergütung für BR-Mitglieder bei verpasster Beförderung

Mit Urteil vom 5. November 2025 (7 AZR 185/24) beschloss das Bundesarbeitsgericht, dass ein Arbeitgeber, welcher einem freigestellten Betriebsratsmitglied eine höhere Vergütung verweigert, obwohl es eine Beförderung nur wegen seines Betriebsratsamts abgelehnt hat, diese Vergütung zahlen muss – sofern keine unzulässige Begünstigung vorliegt. Hintergrund dieser Entscheidung war die Klage eines Elektrikers bei einem Automobilhersteller, der

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Änderung von Nebenkostenvorauszahlungen und Schriftformerfordernis

Mit Urteil vom 14.05.2025 hat der BGH entschieden, dass eine Veränderung der vereinbarten Nebenkostenvorauszahlung unabhängig von deren Höhe trotzdem weiterhin der gesetzlichen Schriftform unterliegt. Hintergrund war die die Erhöhung der vereinbarten Nebenkostenvorauszahlung allein mündlich, ohne die nötige Verschriftlichung. Daher berief sich die eine Partei auf den Formmangel, nachdem sie den Mietvertrag vorzeitig beendete. Der BGH

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Fehlende Kautionsbürgschaft nicht unbedingt ein Kündigungsgrund

Mit dem Urteil vom 14.05.2025 hat der BGH entschieden, dass die Nichtleistung einer Kautionsbürgschaft keinen Grund für ein außerordentliches Kündigungsrecht darstellt. Dies ist nur bei der Nichtzahlung einer Barkaution möglich. Hintergrund war eine selbstschuldnerische Bankbürgschaft in Höhe von 4.400€, zu der der Mieter zur Absicherung der Mietverhältnisse verpflichtet war. Da er diese nicht erbrachte, kündigte

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Energetische Modernisierung der Mietsache

Mit Urteil vom 26.03.2025 hat der BGH entschieden, dass eine Mieterhöhung aufgrund von Modernisierungsmaßnahmen gerechtfertigt ist, wenn eine nachvollziehbare Prognose eine Energieeinsparung erwarten lässt. Der nachträgliche tatsächliche Verbrauch ist unerheblich. Geklagt hatten die Mieter eines Hauses, in dem die Heizungsanlage durch den erstmaligen Einbau einer Gaszentralheizung einschließlich zentraler Warmwasseraufbereitung modernisiert wurde. Infolgedessen wurde die monatliche

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Mitbestimmung bei Einstellung: Betriebsräte müssen auch digitale Unterlagen akzeptieren

Mit Urteil vom 13.12.2023 hat das Bundesarbeitsgericht (BAG vom 13.12.2023 – 1 ABR 28/22) klargestellt, dass ein Betriebsrat auch Bewerbungsunterlagen in digitaler Form akzeptieren muss. Dem BAG zufolge kann der Betriebsrat seine erforderliche Zustimmung zur Einstellung eines neuen Mitarbeiters nicht deshalb verweigern, weil ihm die Bewerbungsunterlagen nicht in Papierform vorgelegt worden seien. Hintergrund dieser Entscheidung

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Mängelbegriff und Übergabezustand

Das Landesgericht Hanau hat mit Urteil vom 28.09.2023 (LG Hanau, Beschluss v. 28.9.23, 2 S 94/22) klargestellt, dass bei fehlender Vereinbarung die Mietsache genau in dem Zustand zurückgegeben werden muss, wie er bei Übergabe besteht. Auch ein objektiv schlechter Zustand kann hier vertragsgemäß vereinbart sein, sofern bei Anmietung dieser Zustand bereits vorlag.   Hintergrund dieser

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Untermieterlaubnis: Keine hohen Anforderungen an das Vorliegen der Mieterinteressen

Mit Urteil vom 27.09.2023 (VIII ZR 88/22) hat der BGH entschieden, dass der Mieter berechtigt ist, eine Untervermietung zu verlangen um dadurch die Mietaufwendungen zu veringern. Geklagt hatte ein Mieter aus Berlin, welcher im Jahr 2014 eine Dreizimmerwohnung angemietet und in der Folgezeit eine Familie gegründet hat. Nachdem die Wohnung zu klein wurde, zog dieser

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Fristlose Kündigung wegen sexueller Belästigung wirksam

Mit Urteil vom 06.09.2023 hat das Arbeitsgericht Berlin (Az: 22 Ca 1097/23) entschieden, dass eine fristlose Kündigung eines bei einer Bundesbehörde beschäftigten Arbeitsnehmers wegen des Vorwurfs, dieser habe vorsätzlich die unbekleidete Brust einer Arbeitskollegin ohne deren Einwilligung berührt, wirksam sei. Hintergrund dieses Urteils war die Klage des Arbeitnehmers. Die Kollegin des klagenden Arbeitnehmers hatte diesem

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